Kleiner Stern

 

Gute Nacht, mein kleiner Stern.

Ich hab dich ja so furchtbar gern.

Leuchte hell, mein kleines Licht,

denn ich vergess dich sicher nicht!

 

 

Sinn des Lebens

Wie oft hast Du es schon erlebt,
Dein Herz erglüht und seltsam bebt,
vor Glück und Liebe fast zerspringt,
und plötzlich tief zu Boden sinkt?
Der große Glaube an das Glück
zerbrochen ist,

es fehlt ein Stück.
Das Herz zerschmettert,

voller Leid.
Zum Heilen braucht es so viel Zeit.
Nie wieder wird es dir passieren,
dich in Gefühlen zu verlieren.
Das schwörst du dir mit bitt'ren Tränen,
übrig bleibt ein stilles Sehnen.

Bis du dich dann nochmal ergibst
und dich wiederum verliebst.
Vergisst all das was du geschworen,
Du liebst und fühlst und bist verloren.
So scheint es uns wohl vorbestimmt,
dass der, der gibt, auch wieder nimmt.
Lass das Grübeln, es ist vergebens,
das ist er wohl - der Sinn des Lebens.

dieses Gedicht hab ich von Sylvia

 

 

Das erste Licht
von Christina Telker

Wenn´s draußen stürmt und trübe ist,
zieht drinnen ein, ein kleines Licht.
Es leuchtet bis ins Herz hinein,
bringt Wärme uns mit seinem Schein.

Es kündigt an die Weihnachtszeit,
es sagt uns "haltet euch bereit,
der Herr hat seinen Sohn gesandt,
dass Freude sei im ganzen Land."

Drum schaut voll Dank in dieses Licht,
auch wenn es draußen finster ist.
Öffnet ihm eure Herzen weit,
mit ihm beginnt die Freudenzeit.

Nun strahlt auch schon das zweite Licht,
wirft seinen Glanz auf dein Gesicht,
schon bald ist es dann wie im Traum,
es leuchtet hell der Lichterbaum

 

 

Gute Nacht

Die Erde schloß die Augen zu,
Die Sterne halten Wacht,
Und alle Täler stehn voll Ruh -
Mein Liebchen, gute Nacht!

Die Wasser rauschen fort von hier,
Die Lüfte ziehn mit Macht;
Sie bringen meine Grüße dir:
Mein Liebchen, gute Nacht!

Schlaf süß und wohl, mein fernes Kind!
Auf deinem Kissen wacht,
Auf deine Augen sinket lind
Des Liebsten gute Nacht.

Ludwig Pfau

 

 

Gute Nacht

Der Wecker tickt ganz allein im Raum,
er wartet auf Deinen nächsten Traum.
Du siehst müde aus, ich wünsch´ Dir gute Nacht,
das Licht des Mondes streichelt Dich sacht.

 Gute Nacht, es ist jetzt Schlafenszeit.
Gute Nacht, der Morgen ist noch weit.

Der Tag ist alt, er war sehr schön,
Zeit auszuruh´n, Zeit schlafen zu geh´n.
Die Nacht, sie ruft und Ruhe tritt ein,
denn morgen wird ein neuer Tag sein

 

Vertrau´ auf Gott, er wird nach Dir schau´n,
er weckt Dich früh im Morgengrau´n.
Mach die Augen einfach zu,
der Schlaf, er kommt im nu.

 

Beim Schlafengehen

Nun der Tag mich müd' gemacht,
soll mein sehnliches Verlangen
freundlich die gestirnte Nacht
wie ein müdes Kind empfangen.

Hände, lasst von allem Tun,
Stirn, vergiss du alles Denken,
alle meine Sinne nun
wollen sich in Schlummer senken.

Und die Seele unbewacht
will in freien Flügen schweben,
um im Zauberkreis der Nacht
tief and tausendfach zu leben.

Hermann Hesse